Mut

Stille Helden: Schöne Grüße an die Krise

Aus der Perspektive meiner Arbeit sind MutmachMenschen, Leute die anderen Menschen Mut zusprechen können. Und zwar durch ihre eigene Geschichte. Es sind die stillen Helden, die in ihrem Leben, durch verschiedene Umstände andere Wege gegangen sind. Und vielleicht auch mussten. Ob Jobverlust, Trennung oder Krankheit- dies können alles Wendepunkte sein, die dem Leben eine neue Richtung geben. Und genau davon handeln, die monatlichen Wendepunkt-Coachcasts, die Menschen vielleicht dazu bewegen, einmal das Althergebrachte neu zu denken.

Ich möchte Ihnen damit Mut machen, einmal andere Wege zu denken. Sowohl in diesem Artikel als auch in dem gemeinsamen Wendepunkt- Coachcast mit Insa Löll bekommen Sie Anregungen zum Neuanfang. Das zumindest wünsche ich mir. Warum? Weil Gesundheit im Kopf beginnt.

Gesunden

Ihr Körper besitzt eine natürliche Fähigkeit zur Selbstheilung, die kein Arzt wirklich verstehen und erklären kann. Wenn Sie sich einen Knochen brechen, dann wird er heilen. Der Arzt achtet dabei darauf, dass der Bruch richtig zusammengefügt wird. So kann die Heilung ihren natürlichen Lauf nehmen. Wenn Sie sich schneiden, dann bluten Sie. Das Blut wird gerinnen und Schorf bilden. Und unter diesem Schorf wird ihre Wunde im Lauf der Zeit verschwinden. In der Tierwelt vermeiden kranke oder verletzte Tiere zu viel Bewegung und Unruhe. Allein diese Beobachtung auf sich wirken zu lassen, kann schon Einiges in Gang setzen.Vielleicht weigern wir uns aber unseren Instinkten zu folgen.

Aktivitätsinstinkte werden zum Beispiel schon in frühster Kindheit angelegt. Kinder sind automatisch in der Balance zwischen Spiel, Bewegung und geistiger Anstrengung. Wir verlieren uns oder verlernen, was da eigentlich von Natur aus in uns angelegt ist. Um diese Selbstaktivierung geht es bei der Gesundung zur Neuausrichtung. Und darum, sie unbedingt und immer miteinzubeziehen.

Verrücktheit ist erwünscht

Sind erst einmal das Ziel und der aktuelle Haupt-Engpass verstanden, geht es darum, Lösungen zu entwickeln und zu bewerten, Entscheidungen zu treffen, konkrete Handlungsschritte zu überlegen und in Gang zu bringen. Mit anderen Worten: Sich in Bewegung zu setzen und die für das Erreichen des Zieles erforderlichen Änderungen einzuleiten. Dabei ist es vor allem wichtig, sich von alten Denkmustern zu verabschieden und etwas Spontanität in sein Leben zurück zu integrieren. Eine sehr einfache wie bereichernde Übung dafür ist zum Beispiel, einmal die Woche etwas „Verrücktes“ zu tun, um sich selbst zu überraschen.

Impuls 1: Jeder Körper hat seinen eigenen Rhythmus. Probieren Sie einfach mal aus, wie es sich anfühlt etwas spontan mal ganz anders als sonst zu denken und zu tun. Und was Sie schon allein damit in Bewegung setzen können.

Mut zum Glück

Alle MutmachMenschen in unserem Wendepunkt- Coachcast verbindet das Überwinden ihrer eigenen, inneren Grenzen. Ganz wichtig dabei ist das Einbeziehen unserer eigenen Bedürfnisse, was wir als erstes auf den Weg bringen müssen. Kinder haben es noch nicht gelernt, die Befriedigung ihrer eigenen Bedürfnisse aufzuschieben. Dies darf ich gerade jetzt an meinem Enkelsohn beobachten. Er schreit solange, bis sein Bedürfnis nach Nähe, Wärme, Hunger, Durst, Unwohlsein, Langeweile etc. gestillt wird. Und das kann er sehr lange durchhalten.

Anders als bei uns Erwachsenen, die diese unschätzbare Fähigkeiten von Kindern wieder verlernt haben. Wir vertagen es einfach. Und vertagen und vertagen, bis wir vor lauter vertagen, gar nicht mehr spüren, wo wir eigentlich hinwollten oder was uns ausmacht. Viele stecken dadurch in einem tiefen Konflikt, verlieren sich in endlosen Grübeleien und finden nur noch Negativ-Argumente, warum irgendetwas nicht geht.

Die Angst vor der eigenen Persönlichkeit

Manche Menschen weigern sich geradezu, sich selbst kennenzulernen. Sie stellen sich ihrem Inneren blind und taub gegenüber Sie verneinen Psychotherapie, Meditation, Yoga oder andere Möglichkeiten. Was steckt eigentlich dahinter? Meist sind sie überzeugt davon, dass sich der Wert ihrer Persönlichkeit aus dem ableitet , was sie erreicht haben und das Weiterentwicklung nur bedeutet ihren eigenen Wert zu steigern. Diese komplexe Form der Fremdbestimmtheit macht es schwer andere, neue Wege zu gehen.

Daher fragen sich MutmachMenschen: Was will ich eigentlich? Und wie will ich dahin kommen? Dafür braucht es noch keine endgültige ausgefeilte Strategie, sondern im ersten Schritt zunächst einmal unsere Grundsatz-Entscheidung und den unbedingten Willen, die Verantwortung für unser Leben und unser Glück wieder in die eigene Hand zu nehmen.  Diesen Schritt beschreiben übrigens ausnahmslos alle MutmachMenschen, die mir bislang begegnet sind.

Coach Cast mit Insa Löll und Anke Nennstiel Wendepunkt Coaching Köln

Ehrlich werden zu sich selbst

Wenn Sie sich fragen würden, wen sie mit fremdbestimmten Denken und Handeln betrügen wollen, kämen Sie sich da selbst in den Sinn? Wenn das der Fall sein sollte, müssten Sie im nächsten Schritt erst einmal lernen, ehrlich zu sich selbst zu sein. Das erfordert keine öffentlichen Erklärungen sondern lediglich eine realistische Einschätzung Ihrer Kompetenzen und das Erkennen der Abwehrmechanismen, die sich gegen ihre inneren Signale aufgebaut haben. Und eine konsequente Arbeit diese ungünstigen Mechanismen aus dem Lebensalltag zu eleminieren.

Impuls 2: Was ist der erste zuverlässige Schritt, den Sie bedenkenlos gehen können?

Sicher-unsicher

Dieser populäre-psychologischer Gegensatz wurde im allgemeinen Gebrauch übernommen einen bequemen Weg gehen zu können. Wir alle haben Momente relativer Sicherheit und Unsicherheit. Jedes Denken in Gegensätzen, das uns entweder als das eine oder andere kategorisiert, ist aus meiner Sicht pure Zeitverschwendung. Kennen Sie das? „ Er/Sie ist so, wie Er/Sie ist, weil er so unsicher ist. So wie Sie sich selbst oder andere Sie bewerten, so sehen Sie sich. Wollen wir etwas verändern, dann müssen wir in die selbst-gedachten Unsicherheiten gehen.

Dabei ist es jedoch unabdingbar zu akzeptieren, dass wir ein gewisses Maß von Unsicherheitsgefühlen riskiert müssen. Wenn diese Gefühle da sind, dann ist es wichtig zu hinterfragen, ob wir uns wirklich innerlich unsicher fühlen oder ob wir uns aus irgendeinem anderen Grund in bestimmten Situationen nur so sehen (wollen). Sie werden erstaunt sein, wie häufig diese Gefühle allein aus Ihren eigenen stereotypen Vorstellungen von sich selbst oder auch denen, die andere von Ihnen haben, entstanden sind.

Impuls 3: Überprüfen Sie hin und wieder- Was hat das alles mit mir zu tun?

Verantwortung für sich selbst übernehmen

Der erste Schritt, um wieder Vertrauen in unsere inneren Signale zu gewinnen, besteht darin, unser Denken und Verhalten zu prüfen und festzuhalten, welches die Bereiche aus unserem Leben sind, in denen wir zu stark einer äußeren Kontrolle unterworfen sind. Wenn wir unsere Gedanken im Wesentlichen von außen bestimmen lassen, dann werden wir in diesem Zustand der Unzufriedenheit oder Unglücklichseins verharren. Aus unserem selbstgebauten Gefängnis können wir uns deshalb auch nur wieder befreien, wenn wir wieder lernen unserem inneren Gefühl zu vertrauen.

Wenn Eltern, Lehrer, Vorgesetzte, Kollegen oder Nachbarn in die Verantwortung genommen werden, wenn etwas nicht so richtig läuft, wie wir uns das wünschen. Dann läuft etwas gründlich schief. Wenn wir das Gefühl bekommen, dass etliche Gründe dafür sprechen, dass wir unglücklich sind, läuft etwas schief. Denn der einzige Weg dem zu entrinnen ist, sich auf des Innere zu focussieren und Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Das haben viele vergessen, wenn es darum geht eigene Wege zu gehen. Das ewige „sich- entschuldigen“ und das Fremdbestimmtsein-Alibi fürs „Unglücklich-sein“ dürfen enden. Um stattdessen unser selbstbestimmtes, inneres Orchester wieder zum Klingen zu bringen.

Impuls 3: Hören Sie auf alle Elemente, die sich in uns regen. Das Zusammenspiel und Zusammenwirken muß sich wieder stimmig anfühlen. Wie merken wir das? Ganz einfach: Wir entschuldigen nichts mehr. Wir handeln.

Schlüssel für Kreativität

Wenn wir auf unsere inneren Signale hören, haben wir aufgehört uns zu ignorieren. Damit beginnt der Weg zu uns und der Selbstbetrug hört auf. Wir hören auf, uns und andere zu überzeugen, dass wir wer auch immer wären. Wir misstrauen uns nicht mehr. Wir führen uns nicht mehr in die Irre. Jeder unserer MutmachMenschen entdeckt an irgendeiner Stelle, dass es, so wie es war, nicht mehr weitergehen konnte. Irgendwo gibt es immer einen Auslöser – aber alle haben eines gemeinsam: Der Selbstbetrug hört auf und die tiefgreifende persönliche Erfahrung wird kreativ genutzt, um neue Wege zu gehen.

Überprüfen wir also , ob wir einem unbewussten Muster folgen. Wenn wir uns selbst und anderen gegenüber aufrichtig sind, dann werden wir uns besser fühlen. Wir werden fähig sein, an unserem neuen Verhalten Freude zu finden. Unser Selbstwertgefühl wird sich nicht mehr nach äußeren Kriterien richten. Ich vergleiche es oft mit schlechter Schauspielerei. Denn jeder weiß: Wenn wir anfangen ehrlich zu sein, wirken wir leichter, weil es tatsächlich leichter ist, man selbst zu sein. Vorbildern pauschal nachzueifern ist damit aber ausdrücklich nicht gemeint.

Respekt

„Respektieren“ bedeutet, etwas wertvoll anzuerkennen, ohne einzugreifen und zu stören. Oder auch wenn Sie das Verlangen eines anderen Menschen nach Ruhe respektieren. Das Bedürfnis der Selbstachtung und das Bedürfnis, andere zu respektieren oder zu schätzen sind tief in uns verankert. Damit ist nicht gemeint, Menschen auf Grund von hierarchischen Positionen ein Anrecht auf Respekt zuzubilligen.

Vielmehr geht es um die Betrachtung der eigenen Individualität und die der Anderen. Dabei bestimmt jeder seine eigenen Leitlinien des Lebens und entscheidet, was wichtig ist und was nicht. Diese Freiheit zu wählen, haben wir alle gemeinsam. Unseren eigenen Weg, unsere eigenen Ziele zu erreichen und natürlich die Herrschaft über unsere Zufriedenheit ( wieder-) zu erlangen. Das sollte für meinen Geschmack die Priorität Nr. 1 in unserem Leben finden.

Denn nur dann können wir etwas Respektables schaffen oder erschaffen, Meilensteine für unsere Entwicklung setzen und anderen Menschen damit womöglich auch noch Mut machen, Derartiges auch für sich selbst in Gang zu setzen.

 

MutmachMensch Beate: Schöne Grüße an die Krise

Jeder von uns hat das Recht ein glückliches und erfülltes Leben zu leben. Es ist nie zu spät seinen Blick zu ändern! Beate hat für diesen Blickwechsel lange gewartet – für manchen vielleicht zu lange. Über Jahre hat Beate nur für ihren Job gelebt und Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Schlaflosigkeit und völlige Erschöpfung in Kauf genommen. Bis zu einem Warnschuss aus ihrem Freundeskreis. Danach hat sie ihr Leben innerhalb weniger Monate umgekrempelt, ihren Fokus auf sich gerichtet und nicht mehr gegen sondern für sich gearbeitet.

Wie Beate diesen Weg beschritten hat, was Glück für sie heute bedeutet, wie glücklich sie heute lebt und welche Abstriche sie dafür gerne macht, erzählt sie uns in der Wendepunkt- Coachcast Folge 9- ehrlich, ungeschminkt, nach vorn gerichtet und mit einer großen Portion Humor. Diese Folge macht deshalb nicht nur Mut, und motiviert die Dinge jetzt endlich einmal anzugehen. Dem ernsten Thema zum Trotz gibt es diesmal auch noch sehr viel zu lachen.

Wendepunkt Coachcast Folge 9: Mutmachmensch Beate

Mit Imagefilm Musik: Walking on Air von Frametraxx