Wo ein Wille ist, ist nicht immer direkt ein Weg

„Ich will ganz schnell. Jetzt sofort und bitte ohne Aufwand und Mühe.“ Die Ungeduld überkommt uns oft, aber das ist wie Sport ohne Schwitzen: unlogisch und nicht praktikabel. Meist wissen wir, dass wir etwas verändern wollen, kommen aber überhaupt nicht schnell ans Ziel, sondern scheitern schon an der ersten Hürde. Wer erkennt, was hinter den Widerständen steckt, kann den Weg zur Veränderung erfolgreich zu Ende gehen.

Verantwortung übernehmen und bejahen, was da ist

Meist leben wir  in der Illusion, dass andere Menschen, Ereignisse oder Umstände Gefühle in uns auslösen. Sind unsere Liebsten um uns schlecht gelaunt, so zieht uns das ebenfalls runter. Werden wir kritisiert, sind wir geknickt oder verärgert. Macht der Partner nicht das, was wir von ihm erwarten, werden wir wütend. Es gibt noch unendlich viele Beispiele, in denen uns unsere Lebensumstände schwer im Magen liegen, ob der Ärger über Verspätungen bei der Deutschen Bahn oder Missmut über die Kolleginnen und Kollegen bei der Arbeit. Diese Beispiele spiegeln uns ganz deutlich, dass wir uns gerade als Opfer der Umstände fühlen.

Tatsächlich sind wir es jedoch selbst, die sich mit unseren Interpretationen und Gedanken runterziehen oder auch raufziehen. Deshalb ist die Suche nach Anerkennung im äußeren Umfeld auch so frustrierend. Eine unabdingbare Voraussetzung dafür, dass unsere Leben und unsere Beziehungen zufrieden und glücklich sind, für unsere Entscheidungen, Gedanken und Gefühle hundertprozentige Verantwortung zu übernehmen.

Dieses Bewusstsein würde so manche Diskussion und Schuldzuweisung überflüssig machen. Klar ist sowas immer leichter gesagt beziehungsweise geschrieben als getan. Die Auflösung besteht darin, den Zustand, der uns gerade negativ beschäftigt, radikal zu bejahen. Wir sagen ja zu den Umständen des nervigen Jobs, sonst müssen wir kündigen. Wir sagen ja, zu unseren nörgelnden Partner, oder wir sind kein Team (mehr). Wir sagen ja zu kreischenden Kinder, wir haben sie ja gewollt. Wir sagen ja zu Bahnen, die uns warten lassen, oder wir wählen andere – antizyklische – Zeitfenster.

Alles eine Frage der Haltung

Das müssen wir natürlich erst am einmal wollen und dann üben. Es ist ein erheblicher energetischer Unterschied, ob Sie in innerem Widerstand verharren oder die Umstände akzeptieren. Ich gebe zu, es gibt schönerer Übungsfelder, aber dieses hier lohnt sich, um sich einfach besser zu fühlen. Daraus ergibt sich langfristig eine erfolgreiche Strategie für alles, was Sie anstreben.

WENDEPUNKT-ÜBUNG

Bejahen was ist

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  • Versuchen Sie drei Situationen aus Ihrem Leben zu finden, in denen Sie innerlich im Widerstand verharren.
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  • Notieren Sie sie auf einem Blatt Papier.
  • Finden Sie für jede einzelne Situation eine Ja-sagende Haltung.
  • Wenn Sie jetzt in sich hinein fühlen müsste der Unterschied zwischen Akzeptanz und Widerstand deutlich spürbar werden.

Die Frage mit der Willenskraft

Haltung alleine reicht natürlich nicht aus, um etwas in Gang zu setzen, aber sie liefert quasi den Nährboden für die Willenskraft, die wir im zweiten Schritt benötigen. Neben der Haltung stehen der Willenskraft manchmal noch andere Dinge entgegen. Manchmal finde ich gemeinsam mit meinen Kunden zu viele „Ablenker“, die eine Fokussierung erschweren, manchmal wird der Selbstwert noch nicht hoch genug geschätzt. Sind die Ansatzpunkte erkannt, kann die eigene Willenskraft zur Veränderung planvoll entwickelt werden. Das kann für Führungskräfte, aber auch für Unternehmer und Angestellte sehr hilfreich sein.

An der Hürde vorbeigehen

Viele Kollegen und ich sehen die größte Hürde im Umsetzungsprozess im Loslegen. Diese erste Hürde zu überwinden, verlangt die größte Portion Willenskraft. „Es sei denn, wir gehen an der Hürde einfach vorbei, indem wir uns sagen: Ich mache das jetzt zehn Minuten lang. Dann höre ich auf, wenn mir danach ist.“ Diese wunderbare Empfehlung stammt von Hans-Georg Willmann aus seinem Buch „Erfolg durch Willenskraft“.  Das bedeutet, dass wir mit der Aufgabe also nicht ganz anfangen, sondern nur den ersten Schritt machen. So lässt sich sowohl die erwartete Anstrengung als auch der innere Widerstand reduzieren. Und das Schöne: Wenn wir erstmal angefangen haben, erleben wir meistens eine verblüffende Zufriedenheit des emotionalen Systems, das heißt, dass man nach den zehn Minuten doch nicht aufhört, sondern weitermacht und seinem Ziel ein ganzes Stück näher kommt.

Zeit verknappen

Ein anderer Faktor, der dazu führt, dass wir Dinge immer wieder aufschieben, ist die Zeit. Nämlich vor allem dann, wenn uns zu viel von ihr zur Verfügung steht. Je größer das Zeitfenster, desto stärker das Gefühl, z.B. für die Erarbeitung eines Konzepts noch lange Zeit zu haben. Unser Gehirn sortiert die Aufgabe auf seiner Prioritätenliste dann automatisch nach unten ein. Oben stehen dagegen Dinge, die raschen Erfolg versprechen. Verknappen wir die Zeit, bewertet unser Gehirn sie als wertvoll und will sie möglichst gut nutzen. Es schüttet Adrenalin aus, das unsere Konzentration und Leistungsfähigkeit erhöht.

Auf unvorhergesehene Ereignisse vorbereiten

Wenn geplante Vorhaben nicht in die Tat umgesetzt werden, kann das immer auch mit unvorhergesehenen Ereignissen zusammenhängen. Irgendwas ist ja immer… Wichtige Termine kommen dazwischen oder der Arbeitstag dauert mal wieder länger als geplant. Solche Widrigkeiten können immer auftauchen. Deshalb sollten wir uns auf sie vorbereiten. Eine so einfache wie wirkungsvolle Möglichkeit dazu bieten Wenn-dann-Regeln. Dabei verknüpft man eine konkrete kritische Situation mit einer ebenso konkreten Reaktion: Wenn A passiert, mache ich B – nicht C, D oder E, sondern immer B. Wenn Überstunden unvermeidbar sind, dann muss man beispielsweise für die Masterprüfung kürzer als beabsichtigt arbeiten, denn es ist auf  jeden Fall sinnvoller, ein bisschen zu lernen als gar nicht.

Neue Workshoptermine in Köln:

Aufbruch in mein neues Leben – eine Anleitung zur Neuausrichtung

Ihr Leben fühlt sich schon seit geraumer Zeit nicht mehr richtig an. Sie fühlen sich zunehmend unwohl und spüren immer deutlicher, dass Sie sich dringend neu ausrichten müssen. Stecken aber
irgendwie fest. Das deprimierende Gefühl von Sackgasse, Ohnmacht und Hilflosigkeit sowie der damit einhergehende Leidensdruck nehmen seit geraumer Zeit zu und Ihre Lebensqualität
dabei diametral ab. Der dringliche Handlungsbedarf treibt Sie zunehmend um. Je mehr Sie darüber nachdenken, umso weniger wissen Sie, was Sie konkret tun sollten.

Speziell für Menschen in existentiellen Veränderungsprozessen habe ich ein Programm entwickelt, dass Ihre Entscheidungskompetenz, Selbststeuerungsfähigkeit und Umsetzungseffizienz verbessert und
massiv beschleunigt. Außerdem sind Sie in Ihrer Situation nicht allein, sondern – ganz im Gegenteil – eben nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Sich selbst zu verändern gehört nämlich zu dem Schwierigsten, das wir uns überhaupt vornehmen könnten. Kein Wunder also, dass kaum ein Thema mit mehr Verunsicherungen, Ängsten und Aufschieberitis verbunden ist als dieses.

Lassen Sie Ihre Neuausrichtung professionell begleiten und gehen Sie Ihren Wendepunkt endlich an.

Modul 1
Teil1, Samstag 21.09.2019, Teil 2, Samstag 28.09.2019
oder
Teil 1, Samstag 19.10.2019, Teil 2, Samstag 26.10.2019